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Aus aktuelle Anlass: Ich versuche die neue Rechtschreibung soweit wie möglich zu nutzen, denn sie erscheint mir in vieler Hinsicht sehr logisch. Dabei ist es mir egal, ob eine bekannte große deutsche Zeitung meint, sie müsse als letztes Dorf dem Eindringling Widerstand leisten :-) Ich werde diese logischen Anpassungen selbst dann noch nutzen, wenn es zum irrwitzigen Kassieren dieser Reform kommt, denn sie ist in großen (!) Teilen vernünftig. Ich behalte mir jedoch das Recht vor, diese Reform da zu ignorieren, ... 1.
wo sie meines Erachtens nach über das Ziel hinausgeschossen
ist: z.B. bei der Abschaffung des Ph... 2. wo sie für mich unlogisch ist: z.B. soll man ein förmliches Sie im Brief weiterhin groß schreiben, das private Du jedoch klein. Das ist schwachsinnig, als ob ich einem Freund oder Verwandten weniger Hochachtung entgegenbrächte Nun habe ich ja knapp dreißig Jahre mit der alten Rechtschreibung gelebt und bisweilen wohl auch mit ihr gekämpft. Es ist aber trotz einiger Ausnahmen eine weitgehend gelungene Reform. Denn sie ist in vieler Hinsicht logisch. Andererseits kann man ja keinen Autoren zwingen sich in seiner kreativen Arbeit einer grammatikalischen Regel zu unterwerfen, denn auch das Spielen mit (den) Worten gehört ja zum Recht des Autoren. Da man sie sowieso nicht zwingen kann, die neuen Regel zu beachten, warum dann so eine Aufregung. In zehn bis fünfzehn Jahren, werden wir alle sehen, was sich durchgesetzt hat und was nicht. Eine Reform aber pauschal zu verurteilen, nur weil man zu faul oder - noch schlimmer - zu lethargisch ist, sie einmal genauer anzusehen, ist nicht akzeptabel. Sprachen sind schon immer im Fluss gewesen und haben sich entwickelt. Diese Entwicklung grundsätzlich als Ganzes pauschal abzulehnen, ist geradezu ignorant. Ich verstehe diesen Tamtam auch nicht. Meine Oma hat Doppelbuchstaben (z.B. nennen, müssen , konnte ...) noch mit ein Strich drüber verdoppelt, und ich habe trotzdem verstanden was sie schrieb. Wa soll diese Diskussion? |
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