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ZETTITZ und SKYREN

Eigentümer der Rittergüter Zettitz und Skyren:

 
Zettitz
 
Skyren
1495 Heinz und Hans von Grünberg
Zacharias und Abraham von Grünberg
? Abraham von Grünberg
Georg Abraham von Grünberg
Hans Christoph von Grünberg
1627 zeitweise Georg von Kittlitz mit von Grünberg
Adam von Grünberg
1682 Sabina Sophie von Grünberg
1624 Adam Abraham von Grünberg 1693 Heinrich von Gloger und Schwanenbach
1640 Georg Abraham von Grünberg
Hans Christoph von Grünberg
1708 Ferdinand von Gloger
Ernst Ludwig von Gloger
Ernst Sigmund von Burgsdorff
1682 Sabina Sophie von Grünberg 1776 Reichsgraf von Finckenstein zu Drehnow
Oberbürgermeister Lehmann
Rothe
1693 Heinrich von Gloger und Schwanenbach 1841 Ferdinand Speer (gekauft für 48.000 Taler)
1708 Pr. Hofrat Maximilian von Gloger
Landrat Ernst Ludwig und Karl Heinrich von Gloger
Landrat Ernst Ludwig von Gloger
zeitweise Pacht: Hr. Mühlmann
1842 Hr. Wurrwitz
Hr. Hartung
1783 Baron von Kottwitz
Herr von Lüttwitz
Geheimrat Endell
Rothe
1866 Herr von Schierstädt
1841 Ferdinand Speer (gekauft für 80.000 Taler) 1893 Joachim von Schierstädt
1842 Hr. Wurrwith
Hr. Caspar
   
1886 Rittmeister von Plötz    
1890 Rittmeister Günther von Wedel-Pinnow (gekauft für 495.000 Mark)    

Die Einwohner dieser altwendischen Gegend waren meistens Landwirte. Sie teilten sich in Bauern und Gärtner, später Kossäten genannt. Auch ein Müller fehlte nicht, der wohl eine angesehene Stellung hatte. Das Kirchenbuch aus dem Jahre 1695 berichtet, daß der Müller Friedrich Bombach mit der Tochter des Eichberger Pastors Philippi, Theodore, verheiratet war.

Skyren, Kreis Crossen, Neumark

Graf Leo von Caprivi, Nachfolger Bismarcks als Reichskanzler, starb 1899 in Skyren, wo er nach seinem Rücktritt seinen Lebensabend verbrachte.

Das Rittergut Skyren hatte 1483 Hektar. Skyren (wendisch = Blitz) wurde etwa 1930 umbenannt in Teichwalde. Heutiger Name: Skórzyn.
Im Ort gab es auch ein Gasthaus Melzer und eine Gemischtwarenhandlung Schulze. In Skyren gab es einst auch einen Schindelmacher.
Skyren, das von jeher zu Zettitz eingepfarrt war, besaß eine Kapelle, die im 30-jährigen Krieg zerstört worden ist und nicht wieder aufgebaut wurde. In Skyren gab es auch eine Schule.
Weitere alte Geschlechter in Skyren: Reschke, Jokisch, Kulisch und Konrad .
Während der Zeit Kramms gab es einen Wirtschaftsinspektor Schrodt in Skyren, der mit der Dorothea Jokisch ein uneheliches Kind hatte, das er aber öffentlich als das seine anerkannte.

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Zettitz, Kreis Crossen, Neumark

Das Rittergut Zettitz hatte 1045 Hektar, davon 31 Teiche und 2 Seen. Viele Teiche waren künstlich, in denen insbesonere Karpfen erwirtschaftet wurden. Heutiger Name: Czetowice. Für die Fischwirtschaft sind die ersten Zettitzer Seen und Teiche schon um 1450 von der Johanniter-Konturei in Lagow angelegt oder erschlossen und anfänglich auch von dort verwaltet worden. Aus dieser Zeit stammen auch die achteckigen Fischer- und Kaviarhäuschen die bis ins 20. Jahrhundert zur Lagerung und Herrichtung von Fischfutter dienten. Jeden Herbst wurden die Gewässer abgefischt.
In Zettitz gab es einst einen Papiermacher.
In Zettitz war auch das Kirchspiel für Zettitz und Skyren. Lutherische Pastoren waren:
Urban Clavius - 1572, wurde Pastor in Plau
Johannes Bucenus - von 1572
Johannes Okulus von 1576-1589, wurde Pastor in Jähnsdorf, unterschrieb 1577 die Conkordienformel
Fabian Clavius Urbani filius v. Zettitz von 1589-1610
Georg Rosenberg von Pommerzig von 1610-1626
Sigismund Reiche bis 1657
Joh. Cruciger von Leitersdorf, Paul Crucigeri, Past. filius von 1626-1660 ft.
Theodor Türk s. Turcisius von Sommerfeld, von 1661-1667, wurde Pastor in Baudach
Joh. Christian Barth von Guben von 1667-1693 ft.
Martin Schönborn von Züllichau von 1694-1716, war bis 1694 Pastor in Klein-Gandern gewesen
? 1717-1724
Johann Georg Lohde
Samuel Ludwig Teuchert 1776-1781
Johann Michael Jacobi -1803
Gustav Samuel Heinrich Krüger aus Ziebingen, -1844
Kramm, 1844-1865
Koch, 1865-1866
Haase, 1867-1875
Winkler, 1875-1876
Held, 1877-1881
Gensichen, 1882-1889
Reichert, 1890-1893
Vorhauer
In einer Kirchenrechnung findet sich im Jahre 1650 die Notiz, daß eine Kirchenvisitation auf dem Lande gehalten worden ist. In demselben Jahre sind zwei neue Kirchenväter, Bartell Gromke von Zettitz und Adam Schwenzer von Skyren 'bestellet'.
Barth ist der erste, der in Zettitz angefangen hat ordentliche Kirchenbücher zu führen und zwar im Jahre 1673. Z.B. wird berichtet, daß eine Maria Putzorin erfroren ist. Baltzer Gierke mußte 2 Groschen Strafe zahlen weil er am Sonntag in die Stadt gefahren ist. Matheß Stenzel contra sextum praeceptum nach abgerechneten Unkosten 3 Taler 22 Groschen an die Kirchkasse zu entrichten. Weitere alte Geschlechter in Zettitz: Lessel, Schwenzer, Schmolling, Jagode, Pirken, Nicksch und Grumbke.
1703 wurde dem Schulzen Schwenzer in Zettitz ein Sohn geboren. 1696 starb des Schmieden Martin Schulzen Söhnlein Christian mit ungefähr 13 Wochen. Papiermachergeselle Funke starb 1722. 1731 starb Anna Bumback in Zetttitz.
Als Rothe Eigentümer von Zettitz und Skyren war, war der Administrator von Skyren ein Herr Schütze.
In den Jahren 1759 und 1760 fielen die Russen in die Gegend. Auf Anordnung Friedrich des Großens wurde in Zettitz der Seidenanbau versucht, aber die Versuche mißlangen, da die Maulbeerbäume nicht wachsen wollten. Im Jahre 1781 gab es starken Frost, 1782 großes Viehsterben.
Der Zettitzer Arbeiter Gustav Minke nahm 1900 an einer Expedition nach Ostindien teil.

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Last update: 07.11.2000